22.01.2015

Strasbourg (Je suis … )



Man muss den Schrei der Dinge nicht betonen
Verkrampfte Finger über schreibender Feder wiederholen
Ein rosa Lächeln nur, es reicht,
Von dieser weiten Wolke wär‘s gekommen

Welch‘ ein Olymp von Menschenhand errichtet
Was nützt das Rennen in der Zeit
Von wo fallen die Münzen aus Gold
Was anderes trachtet uns nach Lust

Und flaches Wasser zwischen langen Hügeln
Windige Wirbelschläge von oben wie auf samtene Haut
Banale Balken aus schwarzem Holz, Lös, überall die graue Erde
Und purpurrote Macht aus gehauenem Stein

Dieses graue ruhende Flimmern am Horizont
Die schwarzen Gatter der Bäume über der Ebene
Abgetretene Sandsteintreppen, rund, entkantet und schön
Verlassene einsam sterbende Blicke aus den Dörfern

Hauptstadt Europas, und ewig wechselnder Kampf
Von Gewässern durchströmt, in Liebe tastend
Und immer Hilfe aus fernem Zürich
Wie wenig konnten die Berge helfen

Und sei’s ein graues Winterschattenkleid nur
Zerfetzte Wolkenfinsternis, Licht in Rissen
Und glatter Wasser fahles Glitzern
Vom Rand des goldenen Grunds: Europa  

12. Januar 2015, M.E. Stroughton

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